Befundarchiv
Einleitung
Die Kolposkopie ist für den gynäkologisch tätigen Arzt eine unentbehrliche diagnostische Methode. Sie ermöglicht im sichtbaren Genitalbereich sowohl die Beurteilung der verschiedenen normalen und gestörten Funktionszustände und -abläufe als auch die Früherkennung des Karzinoms und seiner Vorstufen. Die Kolposkopie gestattet außerdem eine optimale Gewebsentnahme (PE, Konisation).
Die Kolposkopie stellt eine stereoskopische Oberflächenbetrachtung dar, wobei technische Details, wie Vergrößerungswechsler, Filter usw., und Reagenzien, wie Essigsäure, Jodlösung usw., die diagnostische Aussage verbessern.
Die vorliegende Auswahl kolposkopischer Dias soll in Form eines Leitfadens dazu beitragen, das breite Spektrum dieser diagnostischen Methode an Beispielen aufzuzeigen. Die Befunde der Portio nehmen naturgemäß den breitesten Raum ein, weil an ihnen die Kolposkopie entwickelt wurde und sie die kolposkopische Nomenklatur bestimmt haben.
An geeigneten Präparaten wird auch die Gewebsstruktur im histologischen Bild dargestellt, um auf diese Weise eine bessere Vorstellung über das kolposkopische Aufsichtsbild zu vermitteln.
Die kolposkopischen Dias wurden, wenn nicht anders erwähnt, nach Applikation von dreiprozentiger Essigsäure mit dem Stereokamerakolposkop der Firma Leisegang photographiert und in zweifacher Vergrößerung wiedergegeben.
Die Einteilung der Befunde erfolgte neben der Organspezifität nach den Prinzipien der neuen internationalen Nomenklatur, die auf den speziellen Workshops der Weltkongresse für Zervixpathologie und Kolposkopie 1975 in Graz (Österreich) und 1978 in Orlando (USA) entwickelt wurde.


